Cembalo von Rebinguet-Sudre, Foto: David Schou, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.
Fr, 25/10/2019, 20:00 Uhr
Komponierte Musik / Konzert

Cembalo und andere Tasten

Das Cembalo ist nicht das erste Instrument, das in den Sinn kommt, wenn man an die avancierte zeitgenössische Musik denkt. Aber der Sinn trügt. György Ligeti, Iannis Xenakis und Luc Ferrari komponierten in den 1970er und 1980er Jahren atemraubende Werke für Cembalo. Und auch in den letzten Jahren sind facettenreiche neue Werke entstanden, viele komponiert für den weltweit auftretenden Cembalisten Mahan Esfahani, darunter das am zweiten Konzerttag von ihm gespielte, 2018 entstandene „Intertwined Distances“ für Cembalo und Elektronik von Anahita Abbasi. Während Ligeti und Xenakis zum bekannten Kanon gehören, ist das Stück für Cembalo und Tonband von Ferrari eine Ausgrabung des letzten Jahres. Im Dialog mit ausgewählten Werken von Younghi Pagh-Paan, Hans-Joachim Hespos, Iris ter Schiphorst, Nicolaus A. Huber und Samir Odeh-Tamimi für Klavier oder Akkordeon und Elektronik und im Dialog mit herausragenden Musiker*innen wie Claudia Pérez Iñesta und Christoph Grund ergibt sich ein mehrstimmiges äußerst musikalisch ersonnenes Programm, das einen Bogen von den 1970ern ins 21. Jahrhundert spannt.

  • György Ligeti: »Continuum« für Cembalo (1968)
  • Younghi Pagh-Paan: »Ne Ma-Um« für Akkordeon (1996)
  • Hans-Joachim Hespos: »p i a l« für Akkordeon und Pianoforte (1994)
  • Iannis Xenakis: »Komboï« Cembalo und Schlagzeug (1981)

Margherita Berlanda, Akkordeon
Claudia Pérez Iñesta, Cembalo / Klavier
Rie Watanabe, Schlagzeug

https://www.adk.de/de/programm/

  • Dauer: 02:00h
  • Akademie der Künste, Hanseatenweg
  • Hanseatenweg 10, Berlin
  • Barrierefreiheit: Sehbehinderung und Blindheit / motorische Einschränkungen / kognitive Einschränkungen