© Carl-von-Ossietzky-Chor Berlin, Stefan Glaefeke. Das Bildmotiv zeigt die Installation „Schalechet“
So, 17/11/2019, 17:00 Uhr
Komponierte Musik / Konzert

Wir müssen ihre Münder sein


Chor- und Orchesterkonzert in St.-Bartholomäus-Kirche Berlin

„Für das, was wir ertragen ist jede Sprache stumm.“ (anonym, aus „Requiem für einen polnischen Jungen“)

Vor dem Hintergrund des mahnenden Gedenkens an den Beginn des Zweiten Weltkriegs führt der Carl-von-Ossietzky-Chor im November 2019 das „Requiem für einen polnischen Jungen“ von Dietrich Lohff in der Matthäus- und der Bartholomäus-Kirche auf. Das Werk wurde 1998 zum 60. Jahrestag der Reichspogromnacht uraufgeführt. Es vertont Texte von Opfern des Faschismus, kraftvolle, eindringliche Zeitzeugnisse. Das Stück besticht durch Gleichzeitigkeit von Schlichtheit und Phantasie, Texte und Musik lassen die Rezipienten sprachlos zurück.

„Die Kirchenmusik darf dazu nicht schweigen, […] es muss ihr möglich sein, das Leid […] hörbar zu machen, indem sie den Opfern eine leise – aber deutliche – Stimme verleiht“ (D. Lohff). Der Carl-von-Ossietzky-Chor will genau diese Stimme sein.

Das Requiem wird eingerahmt von zwei weiteren zeitgenössischen Werken, die ebenfalls die Musik als Sprache der Sprachlosigkeit verwenden: „Die Stimme des Kindes“ von Jaakko Mäntyjärvi nach einem Text von Nikolaus Lenau sowie „In Memoriam Anne Frank“ von Howard Goodall, der damit an den Mut und die Unbeirrbarkeit dieses jungen Mädchens erinnert.

Gefördert von der Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa sowie von der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit.

Vor dem Hintergrund des mahnenden Gedenkens an den Beginn des Zweiten Weltkriegs wird das „Requiem für einen polnischen Jungen“ von Dietrich Lohff aufgeführt, das Texte von Opfern des Faschismus vertont - kraftvolle, eindringliche Zeitzeugnisse.

http://www.bartholomaeus.in-berlin.de/

  • St. Bartholomäus-Kirche
  • Friedenstraße 1, Berlin
  • Barrierefreiheit: Sehbehinderung und Blindheit / motorische Einschränkungen